Das Spektrum der gynäkologische Operationen lässt sich grob in die folgenden Bereiche unterteilen. Bitte Informieren Sie sich. Grundsätzliche Informationen zur Art der operativen Eingriffe finden Sie im Bereich "OP-Arten und -Techniken"

- Bauchspiegelung (Laparoskopie)
- Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie)
- Endometriumablation (bei Blutungsstörungen)
- Brustoperation (Mammachirurgie)
- Kleine Eingriffe
- Gebärmutterentfernung (Hysterektomie)
- Senkungsoperation (Descensus-OP)
- Inkontinenz-Operation (TVT-/TOT-Bandeinlage)


Bauchspiegelung (Laparoskopie):

  • Sterilitätsdiagnostik
  • Eileiterdurchgängigkeitsprüfung
  • Sterilisation (Eileiterunterbrechung, -unterbindung)
  • Lösung von Verwachsungen (Adhäsiolyse)
  • Eierstocksoperationen
  • Gewebeentnahmen (Probeexzision)
  • Knotenentfernung (Tumorexstirpation)
  • Zystenentfernung (Zystenexstirpation)
  • Entfernung des Eierstocks (Adnektomie, Adnexektomie)
  • Endometriosetherapie
  • Eileiterschwangerschaft (OP bei Extrauteringravidität)
  • Eileiterchirurgie (Tubenchirurgie; Refertilisierung)
  • Gebärmutterentfernung teilweise (suprazervikale Hysterektomie)
  • Gebärmutterentfernung vollständig (vollständige Hysterektomie)

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Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie):

  • Mit kleinen diagnostischen Maßnahmen
    • Gewebeprobe (Probeexzisionen)
  • Mit kleinen therapeutischen Maßnahmen
    • Fremdkörperentfernung (Spirale)
    • Polypabtragung
    • Lösung von Verwachsungen, Synechien, Narben...
  • Mit operativen Maßnahmen
    • Septumabtragung (bei Uterusanomalien)
    • Myomentfernng (Myomresektion)
    • Endometriumablation (bei Blutungsstörungen

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Endometriumablation bei Blutungsstörungen

Blutungsstörungen betreffen viele Frauen. Nach Statistiken der Weltgesundheitsorganisation leidet jede 5. Frau unter verstärkten und/oder verlängerten Periodenblutungen. Nur selten bringt eine medikamentöse Therapie den gewünschten Erfolg. Hierauf wird leider häufig die Entfernung der Gebärmutter empfohlen. Gerade für diese Konstellation existiert jedoch eine äußerst wirkungsvolle, organerhaltende Behandlungsmethode, die dem Anspruch einer minimal-invasiven Therapie gerecht wird. Sofern keine sonstigen behandlungsbedürftigen Auffälligkeiten (Endometriose, Myome) vorliegen, lässt sich mit der sogenannten Endometriumablation (lateinisch ablatio = operative Abtragung) die Schleimhaut der Gebärmutterhöhle abgetragen, was die Aufhebung der Blutungen zum Ziel hat. Die Entfernung der Gebärmutter ist somit in den meisten Fällen zu vermeiden. Der Eingriff wird in Vollnarkose durchgeführt und als kaum belastend empfunden. Zur Optimierung der Behandlungsergebnisse sollte die Schleimhaut vor dem Eingriff medikamentös reduziert werden. Wir führen dieses Verfahren ausschließlich in Form einer optisch kontrollierten Resektion durch, die als einzige der vielen angebotenen Methoden von allen Kassen ohne eigene Zuzahlung übernommen wird, weil sie die besten Ergebnisse erbringt.

In über 20 Jahren Erfahrung mit dieser Behandlungsstrategie konnten wir bei ca. 4.500 operierten Frauen auf diese Weise eine Erfolgsquote (konstantes Ausbleiben der Regelblutung) von ca. 95% erreichen.

Brustoperation (Mammachirurgie)

  • Gewebeprobe (Probeexzisionen)
  • Tumorentnahme (Tumorextirpation)
  • Quadrantenresektion
  • Brusterhaltende Therapie (Ablatio mammae)
  • Größere Brust-OP (Axilladissektion)

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Kleine Eingriffe:

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Ausschabung (Abrasio, Kürettage)

Die Ausschabung dient zur Entfernung der Schleimhaut (Endometrium) der Gebärmutterhöhle. Hierdurch wird quasi eine Periodenblutung imitiert. Sie dient in erster Linie zum Ausschluss bösartiger Veränderungen des Gebärmutterkörpers.
Bei der Ausschabung erfolgt zunächst eine genaue Tastuntersuchung, da die durch die Narkose gut entspannte Bauchdecke eine sehr aussagekräftige Befunderhebung erlaubt. Anschließend wird der Gebärmuttermund mit einer Zange gefasst und eine Sonde in den Gebärmutterhalskanal eingeführt. Hierdurch lässt sich die Lage und Länge der Gebärmutter genau bestimmen. Mit runden Metallstiften von zunehmenden Durchmesser, sogenannten Hegar-Stiften, wird dann der Gebärmutterhalskanal erweitert, um die Kürette, eine Art Löffel oder Schaber, einführen zu können. Mit ihr erfolgt dann die Entfernung der Gebärmutterschleimhaut.
Wir verbinden die Ausschabung der Gebärmutter stets mit einer vorgeschalteten Spiegelung der Gebärmutterhöhle (Hysteroskopie). Dies hat den Vorteil, dass verdächtige Strukturen der Gebärmutterschleimhaut, insbesondere Polypen, sichtbar gemacht werden und somit gezielt entfernt werden können. Dies ist insbesondere bei bösartigen Veränderungen oder deren Vorstufen von größter Bedeutung.

Konisation / Portiobehandlung

Eine Konisation wird erforderlich, wenn der Krebsvorsorge-Abstrich (Pap-Abstrich) des Muttermundes einen verdächtigen bzw. abklärungsbedürftigen Befund ergeben hat. Bei der Konisation handelt es sich um die Ausschneidung eines kegelförmigen Gewebsstücks (Konus) aus dem Gebärmuttermund. Wichtig ist, dass dieses Resektat groß genug ist, um alle auffälligen Veränderungen zu erfassen, aber gleichzeitig so klein zu halten ist, dass die Funktion des Gebärmutterhalses nicht beeinträchtigt wird. Hier bietet die von uns bevorzugte Lasertechnik durch blutarmes und kaum traumatisierendes Präparieren entscheidende Vorteile. Der ausgeschnittene Konus wird im Anschluss an den Eingriff von einem Pathologen gründlich untersucht. 

Dabei wird folgendes berücksichtigt:

    • Sind bereits krebsartige Veränderungen vorhanden?
    • Falls ja, handelt es sich um einen reinen Oberflächenkrebs, oder sind die Veränderungen tiefergehend?
    • Sind die Schnittränder des Kegels tumorfrei


Gebärmutterentfernung (Hysterektomie)

- siehe OP-Arten und-Techniken

  • Einfach (vaginale Hysterektomie)
  • laparoskopisch assistiert

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Senkungsoperation (Descensus-OP)
- siehe OP-Arten und-Techniken

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Urogynäkologie

Statistisch leidet in Deutschland jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens an Blasenschwäche und unwillkürlichem Harnverlust. Neben Schwangerschaft und Bindegewebsschwäche verursachen vor allem altersbedingte anatomische Veränderungen des Beckenbodens und neurologische Ursachen eine gestörte Blasenfunktion.

Bei unkontrolliertem Harnverlust ist zwischen einer Belastungsinkontinenz und Dranginkontinenz zu unterscheiden. Neben einem Training des Beckenbodens und einer medikamentösen Therapie, die zunächst im Vordergrund stehen, kann letztlich eine operative Korrektur notwendig sein. Auch hier haben sich ebenfalls in den letzten 20 Jahren minimal invasive Operationsverfahren etabliert.

Bei der Auswahl der geeigneten Behandlungsmethode ist neben einer gynäkologischen und sonographischen Untersuchung auch die sogenannte Blasendruckmessung (Urodynamik) richtungsweisend. Die richtige Vordiagnostik vor einer Therapie verspricht den besten Erfolg.

Ist eine Operation unumgänglich, bieten sich hierfür verschiedene Operationsstrategien an. Bei einer reinen Stressinkontinenz wird ein kleines Bändchen spannungsfrei unter die Harnröhre gelegt, das die Funktion eines nicht mehr intakten Schließmuskels übernimmt. Besteht gleichzeitig eine Senkung der Harnblase ist nicht selten ein zweizeitiges Vorgehen sinnvoll, um zunächst die normale Anatomie des Beckenbodens wiederherzustellen.

Bei der Therapie von Senkungsbeschwerden hat sich in den letzten Jahren ebenso die minimal-invasive Therapie durchgesetzt. So können heutzutage auch höhergradige Veränderungen mittels Schlüssellochchirurgie behoben werden. Dabei ist es nicht immer von nöten, dass die Gebärmutter mit entfernt wird. Wir erstellen für die Ratsuchende ein individuelles Therapiekonzept und können auf eine langjährige Erfahrung zurückgreifen.

Leistungsspektrum:
  • Urodynamischer Messplatz (Blasendruckmessung; Harnröhrendruckmessung)
  • Zystoskopie (Blasenspiegelung)
  • Spannungsfreie suburethrale Schlingen (klassisches TVT; Minischlinge transobturatorisch)
  • Laparoskopische Kolposuspension nach Burch bei Belastungsinkontinenz
  • Laparoskopische Kolposuspension bei lateralem Defekt (Traktionszystozele)
  • Laparoskopische Zervikopexie bei simultaner suprazervikaler Hysterektomie
  • Laparoskopische Uteropexie (organerhaltend)
  • Laparoskopische Fixierung des Scheidenendes nach erfolgter Hysterektomie
  • Laparoskopische Behebung einer Pulsionszystozele / Enterozele
  • Vaginale Hysterektomie ggf. mit vorderer Kolporrhaphie bei Pulsionszystozele / ggf. mit hinterer Kolporrhaphie bei Rekto-/Enterozele



Inkontinenz-Operation (TVT-/TOT-Bandeinlage)

Die TVT-Operation (Tension Free Vaginal Tape) wird unter Vollnarkose durchgeführt. Nach dem Wirkungseintritt der Betäubung werden bei den TVT-Verfahren zwei kleine Hautschnitte über dem Schambein und ein weiterer kleiner Einschnitt in die Scheidenwand, in der Nähe der Harnröhre angelegt. Mit einem speziellen Instrument wird nun das Kunststoffband von der Scheide aus, hinter dem Schambeinknochen, zu den beiden kleineren Schnitten geführt. Anschließend wird mit einer Blasenspiegelung sicher gestellt, dass die Harnblase unverletzt blieb.

Bei der TOT-Technik wird das Band um den Schambeinknochen in die Leiste ausgeführt. Beide Verfahren sind in der Erfolgsstatistik gleichwertig, welche Technik angewandt wird, hängt von den anatomischen Gegebenheiten bzw. den schon erfolgten Vor-Operationen ab.