Wir möchten Ihnen erklären, welche Vorbereitungen für die Operation nötig sind, wie die einzelnen Operationen ablaufen und was es zu allgemein beachten gilt. Auch eine beispielhafte Live-Sequenz können Sie sich als Film anschauen.

- Vorbereitungen und der Tag der Operation
- OP-Arten und -Techniken
- Endometriumablation Live-OP (RealVideo)
- Nach der Operation


Vorbereitungen und der Tag der Operation

Vorgespräch
Wenn Sie zusätzlich zu den Gesprächen mit Ihrer überweisenden Frauenärztin / Ihrem Frauenarzt ein Gespräch mit dem Operateur oder dem Anästhesisten wünschen, vereinbaren Sie bitte telefonisch einen Gesprächstermin mit unserer Rezeption.

Operationszeit
Am Tage vor der Operation rufen Sie bitte bis 10:00 Uhr an, um die Uhrzeit zu erfragen, zu der Sie in der Klinik sein sollen. Bitte berücksichtigen Sie, dass Sie eventuell auch etwas warten müssen; die Operationszeiten werden anhand der durchschnittlichen Operationszeiten für die einzelne Operationsart festgelegt. Einige Operationen werden also kürzer, andere länger als der Durchschnitt dauern. Falls Sie warten müssen, bedenken Sie bitte, dass auch IHRE Operation länger dauern könnte. Es ist sicher in Ihrem Sinne, dass wir unabhängig von der Operationsdauer die gleiche Sorgfalt walten lassen.

Nüchternheitsgebot
Bitte bleiben Sie 8 Stunden vor der Operation nüchtern (d.h. auch nichts trinken und nicht rauchen) und melden Sie sich zu der vereinbarten Zeit an der Rezeption der Klinik.

Mitzubringen sind:

  • Befunde, Laborwerte, sonstige Unterlagen, sofern diese vorliegen
    bzw. wir Sie darum bitten
  • Hausschuhe, ggf. warme Socken für den OP, eine zweite Unterhose
  • ggf. Vorlagen/Binden
  • ggf. fester BH (bei Brustoperationen)
  • bei Bauchoperationen ein Miederhöschen (falls vorhanden)
  • bei Bauchoperationen weite, nicht eng anliegende Kleidung, am besten Freizeitkleidung

Bitte verzichten Sie auf:

  • Make-up (die Augen könnten während der Narkose tränen)
  • Nagellack (Ihre Durchblutung kann besser überwacht werden)
  • Schmuck und sonstige Wertsachen (die GTK Krefeld kann keine Haftung übernehmen)

Sie erhalten von uns:

  • OP-Hemd
  • Bettwäsche
  • Kaffee
  • Tee
  • Mineralwasser
  • Zwieback, Gebäck

Zimmerauswahl
Neben unserem Ruhe- und Aufwachraum, in dem Sie sich nach der Operation auf Stühlen und Liegen erholen können, halten wir als besonderen Komfort auch Dreibettzimmer, Zweibettzimmer und Einzelzimmer bereit, die wir Ihnen empfehlen würden und je nach Verfügbarkeit und in Abhängigkeit von dem vorgesehenen Eingriff gerne zur Verfügung stellen. In diesen Zimmern erhalten Sie unseren besonderen Betreuungsservice (Kaffee, Gebäck, Wäsche etc.). Die Ein- und Zweitbettzimmer verfügen über ein unmittelbar vom Zimmer aus erreichbares Badezimmer (WC und Dusche). Sie können das Zimmer vor der Operation beziehen; über die Dauer der voraussichtlichen Erholungszeit informieren Sie der Operateur oder unsere Mitarbeiterinnen gerne. Besuche können Sie dann selbstverständlich unmittelbar nach der Operation empfangen.

Wir werden uns bemühen, Ihnen am Operationstag eines dieser Zimmer bzw. Betten bereit zu halten. In Anbetracht der Nachfrage und um den Wünschen all unserer Patientinnen gerecht zu werden, empfehlen wir jedoch, sich frühzeitig telefonisch mit uns in Verbindung zu setzen, damit wir das Zimmer Ihrer Wahl (Einzel-, Doppel- oder Dreibett) fest für Sie reservieren können.

Für die Zimmer berechnen wir Ihnen folgende Kostenpauschale inklusive MwSt.

Zimmerart

Tag bis 5 Stunden

1 Tag bis 10 Stunden

Dreibettzimmer

20,--

30,--

Zweibettzimmer

40,--

65,--

Einbettzimmer

50,--

75,--

Die Operation
Nachdem Sie in Ihr Zimmer geführt wurden, werden wir, der Operateur und der Narkosearzt, Sie aufsuchen, um uns vorzustellen bzw. Sie zu begrüßen. Wenn Sie sich anschließend umgezogen haben, werden Sie in den Operationssaal begleitet. Dort leitet unser/e Fachärztin/-arzt für Anästhesie die Narkose ein und die Operation beginnt. Schon unmittelbar nach der Operation werden Sie aus der Narkose erwachen.

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OP-Arten und -Techniken

- Bauchspiegelung (Laparoskopie)
- Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie)
- Mammachirurgie
- Kleine Eingriffe
- Descensus-OP, TVT-Bandeinlage

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Bauchspiegelung (Laparoskopie)
Eine Bauchspiegelung wird erforderlich, wenn sich krankhafte Veränderungen und verdächtige Befunde im Bauchraum nicht ausreichend abklären bzw. beseitigen lassen. Beispielsweise wären hierdurch im Falle von chronischen Unterbauchschmerzen dem Verdacht auf Verwachsungen oder einer Endometriose, eine Art Streuung der Gebärmutterschleimhaut, nachzugehen. Hier erlaubt die Bauchspiegelung die genaue Diagnosesicherung durch die gezielte Entnahme kleiner Gewebeproben (Biopsien), die anschließend feingeweblich untersucht werden. Eine wichtige Rolle spielt die Bauchspiegelung auch bei der Abklärung einer Sterilität, wobei die Eileiter mit einer Farbstofflösung durchgespült und somit auf ihre Durchgängigkeit überprüft werden.

Die Bauchspiegelung erfordert eine Vollnarkose. Im Bereich der unteren Nabelgrube wird ein kleiner Schnitt von etwa 1 cm Länge gesetzt. Mit einer speziellen Nadel gehen wir behandelnden Ärzte in den Bauchraum hinein und füllen diesen mit etwa 3 bis 4 Liter Kohlensäuregas auf. Dadurch wird erreicht, dass sich die Bauchdecken von den darunter liegenden Darmschlingen abheben und genügend Raum für die anschließende Spiegelung entsteht. Als nächstes wird eine 5 - 10 mm dicke Hülse (Trokar) durch den Schnitt in der Nabelgrube in den Bauchraum eingeführt. Mit einem stabförmigen optischen Instrument (Laparoskop), an das eine Lichtquelle angeschlossen ist, lässt sich nun der gesamte Bauchraum betrachten. Unsere Laparoskopien arbeiten mit einer so genannten Videokette, bei der das Bild aus dem Bauchraum über eine Spezialkamera aufgenommen und auf einen Monitor übertragen wird. Durch Vergrößerungseffekte lassen sich auch kleinste Veränderungen auffinden. Der Operateur führt den Eingriff sozusagen auf dem Monitor durch. Dies steigert die Sicherheit und Vielfalt der endoskopischen Eingriffe.

Durch die Spülung des Bauchraumes bei Operationsende lassen sich die sonst häufig beklagten, gasbedingten (Schulter-)Schmerzen auf ein Minimum reduzieren. Erleichternd wirkt hier auch eine krankengymnastische Übung, die wir Ihnen noch vor dem Nachhausegehen erläutern werden.

In Abhängigkeit vom Krankheitsbefund bestimmt sich die Dauer einer Bauchspiegelung. Im Durchschnitt liegt sie unter einer Stunde. Größere Befunde bedürfen nicht selten 1 ½ bis 2 Stunden oder mehr. Trotzdem werden Sie sich unter den genannten Begleitmaßnahmen nach der Operation zügig erholen, so dass Sie in der Regel kaum länger als 4 Stunden nach der Operation verweilen.

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Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie)
Die Gebärmutterspiegelung ist eine endoskopische Methode, mit der es möglich ist, die Gebärmutterhöhle und die sie auskleidende Schleimhaut sichtbar zu machen. Dazu führt man ein nur wenige Millimeter dickes optisches Instrument über die Scheide und den Gebärmutterhals in die Gebärmutterhöhle ein. Um diese zu entfalten und gut einsehen zu können, wird unter einem bestimmten Druck (Gas oder) Flüssigkeit in die Gebärmutter eingeleitet. Der große Vorteil des Verfahrens besteht in der direkten Sichtbarmachung von Strukturen in der Gebärmutterhöhle und der Möglichkeit zur Entnahme von gezielten Gewebeproben. Dies ist durch sehr feine Instrumente möglich, die durch einen zusätzlichen Arbeitskanal eingeführt werden. Die Gebärmutterspiegelung schließt heute die diagnostische Lücke zwischen der Vaginalsonographie, die im Rahmen der Ultraschalluntersuchung nur eine indirekte Betrachtung der Gebärmutterschleimhaut erlaubt, und der Ausschabung, bei der die Schleimhaut ohne direkte Sichtkontrolle entfernt wird.

Die Gebärmutterspiegelung erfolgt in der Regel unter Vollnarkose. Bei einem rein diagnostischen Eingriff kann theoretisch auf die Vollnarkose zu Gunsten einer örtlichen Betäubung verzichtet werden. Die Gebärmutterspiegelung ist besonders dann erforderlich, wenn Polypen oder in die Gebärmutterhöhle hineinreichende Geschwülste (Myome) vorliegen.

Auch bei der Abklärung einer Sterilität (der Unfähigkeit schwanger zu werden), eines wiederholten Abortgeschehens oder einer Infertilität (der Unfähigkeit, eine Schwangerschaft auszutragen) spielt die Spiegelung eine große Rolle. Die Abgänge der Eileiter aus dem oberen Anteil der Gebärmutterhöhle können sichtbar gemacht werden, ebenso wie eventuell vorliegende Fehlbildungen der Gebärmutterhöhle. Es ist inzwischen möglich, viele krankhafte Veränderungen der Gebärmutterhöhle nicht nur zu beurteilen, sondern auch zu beseitigen. Mit Hilfe so genannter Operationshysteroskope, die einen zusätzlichen Arbeitskanal aufweisen, lassen sich Polypen gezielt abtragen, Myome entfernen und Septen (Scheidewände in der Gebärmutterhöhle) durchtrennen. Bei übermäßig starken Blutungen ist sogar eine Verödung der Schleimhäute zur Aufhebung oder zumindest Reduzierung der Blutungen möglich. Durch die Spiegelung lässt sich für Sie als Patientin in vielen Fällen ein wesentlich weitgehender Eingriff per Bauchschnitt vermeiden und die Gebärmutter als Organ erhalten.

Nach solchen hysteroskopischen Eingriffen können Beschwerden in Form von periodenartigem Ziehen auftreten. Sie werden sich alsbald erholen und nach dem Eingriff kaum länger als 2 Stunden bei uns verweilen.

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Mamma-Chirurgie
Die moderne Mamma-Chirurgie unterliegt der Abwägung von Operation und abwartendem verhalten. Die Auffindung von ernsthaften Erkrankungen (Karzinomen) oder deren Vorstufen ist stets oberste Prämisse. Dem steht der Wunsch nach Vermeidung unnötiger Operationen gegenüber. Die Entscheidungsfindung in hohem Maße abhängig von den Bedürfnissen und Ängsten der betroffenen Patientinnen. In der Karzinom-Chirurgie hat die Brusterhaltung höchste Priorität.

Erfreulicherweise ist nicht nur bei gutartigen Befunden sondern auch bei suspekten Veränderungen auch unter Wahrung aller Sicherheitskriterien heutzutage fast immer mit sehr geringen Begleiterscheinungen zu rechnen. Durch sparsame Schnitte, geschickte Schnittführung, moderne Nahttechniken und gut verträgliche Nahtmaterialien lässt sich auch unter kosmetischen Gesichtspunkten ein ausgesprochen gutes Ergebnis erzielen.

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Kleine Eingriffe
Kleine Eingriffe erfolgen entweder vaginal oder äußerlich, z. B. mit Hilfe der Lasertechnik. Sie werden bevorzugt unter Vollnarkose vorgenommen. Die Lasertechnik gewährleistet die schonendste Form der Präparation, unerwünschte Begleiterscheinungen lassen sich hiermit weitestgehend vermeiden (so z. B. Blutungen, Wundheilungsstörungen und auch Narbenbildungen). Am äußeren weiblichen Genitale hat sich der Einsatz der Lasertechnik insbesondere bei der Behandlung von Condylomen bewährt. Die sonstigen vaginalen Eingriffe erfolgen je nach Krankheitsbild mit anderen Spezialinstrumenten bzw. OP-Techniken.

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Descensus-OP, TVT-Bandeinlage
Diese Operationsmethoden werden allgemein bei Senkungsproblemen (z. B. Gebärmuttersenkung) angewandt. Weit im Vordergrund steht hierbei die Behebung der Harninkontinenz. Die Eingriffe erfolgen unter Vollnarkose über die Scheide. Im Falle der TVT-Operation werden an der Schiedenwand bzw. am Scharmbein zusätzlich kleine Einschnitte nötig, durch die mit speziellen Instrumenten der vaginale Eingriff assistiert wird.

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Endometriumablation Live-OP
(RealVideo)

Hier können Sie sich eine Endometriumablation als Live-OP anschauen, sofern Sie über das Programm RealVideo auf Ihrem Computer verfügen. Die Sequenz ist ca. 2:12 min. lang. Bitte beachten Sie, dass der Ladevorgang auf Grund der Dateigröße bei einem ISDN-Zugang trotz des Streaming-Verfahrens etwas dauern kann.

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Nach der Operation

Postoperative Phase
In Ihrem Zimmer können Sie sich in Ruhe von der Operation und der Narkose erholen. Unsere geschulten und engagierten Mitarbeiterinnen des Pflegebereiches versorgen Sie auf Wunsch gerne mit Getränken, wie Tee, Kaffee oder Mineralwasser und kleinem Gebäck oder Zwieback. Sie überprüfen regelmäßig den Blutdruck, nehmen ggf. Verbandswechsel vor und stehen Ihnen zur Erleichterung der Erholungsphase beiseite. Angehörige können sich bei Ihnen im Zimmer aufhalten. Wir bitten Sie jedoch, keine Kinder am Tag der Operation mit in die Klinik zu bringen. Schon bald nach dem Eingriff sollten Sie aufstehen, um den Kreislauf zu trainieren. Sobald Sie sich danach fühlen können Sie anschließend in unserem Wintergarten aufhalten. Während der postoperativen Phase werden Sie zusätzlich von der/dem Narkoseärztin/-arzt medizinisch betreut.

Entlassung
Die Entlassung erfolgt bei den meisten Eingriffen am Tag der Operation, sobald Ihr Befinden dies zulässt. Nur bei bestimmten Krankheitsbildern oder auf ausdrücklichen Wunsch bleiben Patientinnen auch über Nacht in der Klinik. Ihr Operateur wird Sie abschließend persönlich untersuchen und verabschieden. Hierzu gehört auch ein abschließendes Gespräch mit Ihnen, das die Erörterung des Krankheitsbildes, des Operationsverlaufs und der gegebenenfalls erforderlichen weiteren Maßnahmen beinhaltet. Sie können durchschnittlich 2-4 Stunden nach der Operation die Klinik verlassen. Schon zu diesem Zeitpunkt erhalten Sie von uns einen ausführlichen OP-Bericht, der für die Weiterbetreuung bei Ihrer Ärztin / Ihrem Arzt bestimmt ist.

Nachwirkungen der Betäubungsmittel können Ihre Aufmerksamkeit und damit auch z. B. Ihre Fahrtüchtigkeit verändern. Deshalb sollten Sie sich erst eine Nacht ausgeschlafen haben, bevor Sie ein Auto selbst führen, allein ein öffentliches Verkehrsmittel benutzen oder eine wichtige Entscheidung treffen. Lassen Sie sich bitte abholen oder benutzen Sie ein Taxi. Nach der Entlassung aus ärztlicher Behandlung sind sie selbst für Ihr Tun verantwortlich.

Weiterbetreuung
Am Tage nach der Operation sollten Sie Ihren Frauenarzt / Ihre Frauenärztin in der Praxis aufsuchen oder sich zumindest mit ihr / ihm telefonisch in Verbindung zu setzen, um von der Operation und Ihrem Befinden zu berichten und einen Termin zur Nachuntersuchung zu vereinbaren, denn Ihr Arzt / Ihre Ärztin übernimmt in der Regel die weitere Betreuung. Wir empfehlen die erste Untersuchung durch Ihre/n betreuende/n Arzt/Ärztin innerhalb der ersten acht Tage nach dem Eingriff. Bitte übergeben Sie Ihm/Ihr dann auch den Ihnen ausgehändigten OP-Bericht. Falls Ihr/e Arzt/Ärztin jedoch nicht zu erreichen ist, können Sie sich selbstverständlich auch jederzeit an uns wenden. Falls die Klinik nicht besetzt ist, erfahren Sie über unseren Anrufbeantworter die Telefon-Nummer unseres diensthabenden Arztes.

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